MECAFLEX
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Heinz Kilfitt
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Letzte Aktualisierung: 06.06.2015 siehe NEWS NEWS NEWS NEWS

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Metz MECAFLEX

Meisterstück eines genialen Konstrukteurs   

Die MECAFLEX präsentiert sich in eigenwilligem Design als unverwechselbare Kamera. Außer ihrem nicht alltäglichen Erscheinungsbild hat diese Kamera noch viel mehr zu bieten. Eine Reihe fortschrittlicher Ideen war in diese Neuentwicklung einer einäugigen Spiegelreflexkamera  für das Format 24x24 mm eingflossen. Ausgestattet mit neuartiger Technik wies die Mecaflex einen bislang nicht gekannten Bedienungskomfort auf. Sie gehörte auf Grund Ihrer Konzeption zu den modernsten Kameras ihrer Zeit. Entwickelt wurde diese Kamera wie schon der Robot von dem viel zu wenig beschriebenen Konstrukteur Heinz Kilfitt, gebaut wurde sie von der renommierten Apparatefabrik Metz in Fürth und später von S.E.R.A.O. Monaco. 

Bei der hier gezeigten Mecaflex, handelt es sich um die in Deidesheim ausgestellte Kamera des Arno Schneider, der diese Kamera als junger Student selbst mit einem Prisma versehen hat. Ihm erschien die Mecaflex zu altmodisch.

Die nötigen Ausschnitte und die Abschnitte des Gehäusedeckel zur Betätigung des Transporthebel bei geschlossenem Deckel, wurden mit einer Laubsäge ausgeführt !!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die reichen Erfahrungen der Firma Metz im feinmechanischen Bereich moderner Rundfunk-, Fernseh- und Fotospezialtechnik kamen auch der MECAFLEX zugute. Die Firma Metz warb bei ihren Kunden mit dem Slogan “Mecaflex - ein neuer Stern am Photohimmel” für die neue Kamera.

                    

Auch in der Werbung wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei der Mecaflex um eine neuarttige Spiegelreflexkamera handele und nicht um einen weiteren jener Kleinbildapparate, die sich kaum voneinander unterscheiden,

Zu den Besonderheiten der Mecaflex gehört deren sparsames Aufnahmeformat 24x24 mm, das wie beim Robot auf einem 36er Film über 50 Aufnahmen ergibt. Durch das Quadratische Format entfällt die Wahl nach Hoch- oder Querformat, die Mattscheibe der Kamera kann immer bequem von oben betrachtet werden.

Das Oberteil der Kamera bildet einen großen Deckel. Klappt man diesen Deckel hoch, so öffnet sich der darunter liegende Lichtschacht, gleichzeitig klappt die große quadratische Lupe über der Mattscheibe auf. Ein Fenster in diesem Kopfteil, auf dem das Markenzeichen Metz zu sehen ist, läßt sich nach innen drücken und bildet so einen Sportsucher. Dieses Detail beweist wieder einmal die genialität des Konstrukteurs.

                                                        

 Die Standardobjektive zur Mecaflex besitzen eine Springblende, die einen der wesentlichenVorteile dieser Kamera darstellt. Andere Einäugige Spiegelreflexkameras für 24x36 Millimeter waren damals mit Objektiven ausgestattet, die Blendenvorwahl besaßen oder eine Normalblende aufwiesen. Ist der Verschluß und der Springblendenmechanismus der Mecaflex gespannt wird ein helles, parallaxen- freies Mattscheibenbild sichtbar, und dieses bleibt hell bis zum Moment des Auslösens. Rechts vom Lichtschacht befindet sich der Schnellschalthebel samt Bildzählwerk und der Auslöser. Mit einem Hebelaufzug nach rechts erfolgen Filmtransport, Verschlußspannung, Zählwerkbetätigung, und gleichzeitig wird der Spiegel in 45 Grad Betrachtungsposition gebracht. Auf der linken Seite neben dem Lichtschacht sitzt der Rückspulknopf mit einer Filmmerkscheibe in DIN und ASA, die jedoch schon sehr gute Augen verlangt.

Der in der Kamera befindliche Prontor-Reflex-Verschluß stammt aus dem bekannten Hause Gauthier. Dieses kleine Meisterwerk der Feinmechanik sitzt hinter dem Objektiv stellt die Zeiten B, 1 Sekunde und 1/300 Sekunde bereit. Der vollsynchronisierte Zentralverschluß bietet vielfältige Möglichkeiten für Blitzlichtaufnahmen. Über den X- und den M- Kontakt lassen sich Vacublitzbirnen auslösen, und bei Einstellung auf X kann ein Elektronenblitz mit allen Verschlußzeiten verwendet werden.

Die Mecaflex ist mit Wechselobjektiven ausgestattet, deren Bajonettfassung einen schnellen Austausch erlaubt. Auch diese Objektive wurden von Heinz Kilfitt konstruiert. Vier verschiedene Objektive mit einer Brennweite von jeweils 40 Millimetern wurden angeboten. Die beiden Standardobjektive Kilar 1:3,5/40 und Kilar 1:2,8/40 mit Entfernungseinstellung jeweils von Unendlich bis 50 cm. Für Nahaufnahmen bis zum Maßstab von ca. 1:1 ohne Zusatzgeräte, gab es das Makro Kilar E 1:3,5/40 mit Entfernungseinstellung Unendlich bis 10 cm und das Makro Kilar D 1:2,8/40 mit kürzester Aufnahmedistanz von nur 5 Zentimeter. Das Tele Kilar 1:04,5/10,5 Zentimeter, war mit einer Vorwahl- Rastblende ausgestattet und erweiterte den Aktionsradius der Mecaflex um Einiges. Während mit den Makro Kilaren Nahaufnahmen ohne Zusatzgeräte möglich waren, gab es für die anderen Objektive entsprechendes Zubehör für Nahaufnahmen. Es wurden drei Zwischenringe angeboten, ebenso ein Balgengerät für den abschraubbaren Objektivkopf des Tele-Kilar 105 für Aufnahmen von Unendlich bis zum Maßstab 1:1. Auch ein Naheinstellgerät für den Kopf des Tele -Kilar ist in einer Preislise von 1954 erwähnt. Ebenso ein Naheinstell- und Stereoschieber sowie ein Mikrozwischenstück für einen Okulartubus von 25 Millimetern.

Auch ein Aufstecksucher wurde gebaut, der jedoch vom Fotografen eine Ingeneurleistung beim aufsetzen verlangt. Hierzu muss die Mechanik zum aufklappen der Lupe über der Mattscheibe ausgehängt werden. Die Lupe wird nun in den Deckel geklappt. Jetzt erst kann der Aufstecksucher eingeschoben werden. Um die Kamera wieder wie gewohnt zu nutzen, wird der Aufstecksucher herausgezogen und der Gehäusedeckel einmal zu und wieder aufgeklappt und die Mechanik der Lupe hat sich wieder einghängt.

 

 

 

 



Bei den geringen Produktionszahlen dieser Kamera der ungewöhnlichen Technik und dem gelungenen Design ist es nicht verwunderlich, das diese Kamera von Sammlen sehr begehrt ist und für über 1000,- Euro gehandelt wird.

Für weitere Informationen zum Thema Kilfitt und Mecaflex sind wir sehr dankbar.

Hier nun einige Bilder dieser fantastischen Kamera

Ein Kilfitt Prototyp der Mecaflex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Serien-Modell der Mecaflex

Mit einem Kilar 1:3,5/40

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Hier die Mecaflex mit eingesetztem Sucher. Um diesen Sucher zu montieren ist einige Bastelarbeit erforderlich.